Schulportrait

Der etwas sperrige Name der Schule leitet sich aus den beiden Stadtteilen der Stadt Alsdorf, aus Kellersberg und Siedlung Ost ab, die wie Blütenblätter an den südlichen und östlichen Rand des Stadtzentrums grenzen. Die allermeisten Schulkinder kommen aus diesen beiden Stadtteilen. Die Grundschule besteht in ihrer jetzigen Form seit Sommer 2012. Vorher gab es in jedem der beiden Stadtteile eine eigene Grundschule, die jedoch wegen der gesunkenen Schülerzahlen am Standort Ost zusammengelegt wurden. Die beiden Stadtteile werden durch die Trasse der Euregiobahn voneinander getrennt und durch zwei Bahnübergänge miteinander verbunden. Beide Stadtteile haben ihren eigenen kleinen Kern mit weitgehend intakter Infrastruktur und ihrer kath. Kirche. Die Bewohner nehmen regen Anteil am jeweiligen ortsansässigen Vereinsleben.

slider

Die Eltern unserer Schüler sind vorwiegend Arbeiter, Angestellte oder Handwerker. Viele der Häuser waren früher im Besitz der Bergwerksgesellschaft – die etwas größeren wurden von den Knappen bewohnt, die kleineren von den einfachen Arbeitern. Die Häuser, viele mit Garten, sind mittlerweile fast alle renoviert und in Eigentum verwandelt worden. Viele Familien wohnen mit zwei Generationen in einem Haus oder ganz in der Nähe. Einige Wohnblocks mit Sozialwohnungen ergänzen das Bild der beiden Stadtteile. Der Strukturwandel, mit dem die ehemalige Bergbaustadt Alsdorf zu kämpfen hat, macht sich auch an der Schule bemerkbar. Einige unserer Schüler sind von der Arbeitslosigkeit ihrer Eltern betroffen. An unserer Schule sind zurzeit 185 Kinder in neun Klassen, davon etwa 75 Jungen und Mädchen mit ausländischen Wurzeln, überwiegend aus der Türkei. Durch die recht frische Fusionssituation ist unser pädagogisches Konzept noch in Bewegung. Wir entwickeln es ausgehend von gewachsenen Traditionen der beiden Schulen und natürlich auf der Basis der aktuellen Richtlinien und Lehrpläne. Ein Schwerpunkt liegt auf der individuellen Förderung unserer Schüler.

DSC_5956.JPG
Wann immer möglich arbeiten wir in kleinen Gruppen oder Doppelbesetzung. Eine Sonderschullehrerin betreut sechs Kinder im gemeinsamen Unterricht. Zwei Sozialpädagoginnen unterstützen die pädagogische Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Schule liegt auf der Entwicklung eines „Euregio –Profils“, das unseren Schülerinnen und Schülern den Blick über ihren Stadtteil hinaus  ermöglichen soll. Es bietet gerade vielseitig interessierten Kindern unter anderem durch die Begegnung mit den Nachbarsprachen Niederländisch und Französisch  gute Möglichkeiten der Horizonterweiterung. Überhaupt sind Weltoffenheit und Begegnung von Menschen verschiedener Kulturen Themen, denen an unserer Schule großer Wert beigemessen wird. So ist die GGS Kellersberg/Ost eine der beiden einzigen Schulen der Städteregion mit Islamischem Religionsunterricht.
Unsere Schule ist Offene Ganztagsschule (OGS). 82 Kinder nehmen zurzeit daran teil. Das Pädagogische Konzept der Grundschule setzt sich für die OGS-Kinder im Nachmittagsbereich fort. Neben dem pädagogischen Mittagstisch, der Hausaufgabenbetreuung und verschiedenen Kursen gibt es ein Silentium, das nicht nur den OGS-Kindern offen steht. Sinnvolle Freizeitgestaltung und freies Spiel stehen ebenfalls auf dem Stundenplan der OGS. Das architektonisch hervorstechende Schulgebäude ist erst 15 Jahre alt. Die Klassenräume sind in 2 Etagen fächerartig im Halbkreis um ein großes verglastes Forum mit Bühne angeordnet. Große grüne Pflanzen sorgen für Schatten, gute Luft und einen wohnlichen Gesamteindruck. Das Schulgelände ist weitläufig und das Gebäude ist von Rasenflächen umgeben. Viele Spielgeräte und Klettergerüste sorgen für bewegungsreiche Pausen und freies Spiel im Nachmittagsbereich. Die Lage der Schule am Ortsrand ermöglicht spontane, ungefährliche  Ausflüge ins Naherholungsgebiet am Alsdorfer Weiher.